• Sozial & Gründer: Erna Primula

    Mit Erna Primula hat sich Chantal Remmert einen Kindheitstraum erfüllt: Einen Garten voller Blumen, nachhaltig angebaut im Leipziger Osten. Die Stipendiatin des Programms Sozial & Gründer bietet Workshops und Blumendekoration für festliche Anlässe und strebt damit einen Wandel im Bereich der Floristik an.

    Bild: fotostoff - Grit Hartung

    Als sich Chantal Remmert nach ihrem Studium der Landschaftsarchitektur im Büroalltag wiederfand, wurde ihr eines sehr schnell klar: hier wird nicht ihre Zukunft sein. Zu sehr vermisste sie das Tageslicht und die Jahreszeiten und so entfloh sie dem Büro, um für einige Monate auf Reise zu gehen. Wieder zurück in Berlin war ihre Entscheidung bereits gefallen. So zog sie 2016 nach Leipzig, um sich dort mit Erna Primula – Blumen Studio selbstständig zu machen.

    „Ich wollte das Unternehmen von Anfang an nachhaltig aufbauen. Leider war es sehr schwer regionale, nachhaltige Blumen einzukaufen.“ Doch anstatt auf konventionelle Blumen umzusteigen oder Bio-Blumen aus dem Ausland zu importieren, entschied sich Chantal für eine andere Lösung: eine eigene Anbaufläche in Leipzig. Angetrieben von dem Wunsch und der Überzeugung, nicht auf Kosten von Mensch und Umwelt zu arbeiten, wurde sie nach knapp zwei Jahren im Leipziger Osten fündig.

    Ernas Garten ist heute nicht nur ein schöner Ort, sondern soll auch in Zukunft einen sicheren Arbeitsplatz für Chantal und ihr kleines Team sein.  Mit Erna Primula möchte sie Menschen für eine nachhaltige Anbauweise sensibilisieren und aufzeigen, wieviel Arbeit im Produkt der Schnittblume steckt.

    Zu ihrem Alleinstellungsmerkmal gehört heute jedoch nicht nur die nachhaltige, saisonale und regionale Arbeit, sondern auch das üppige Design. „Ich liebe es viele und große Blumen im Produkt zu kombinieren.“ Eine Liebe, die man sehen kann – und etwas, das Chantal schon seit ihrer Kindheit unbewusst begleitet. „Neulich war eine Freundin zu Besuch, die ich seit dem Kindergarten kenne. Sie hat mich daran erinnert, dass wir bereits als Kinder bei meinen Eltern im Garten ‚Blumenladen‘ gespielt haben. Ich schätze, ich wollte das schon immer machen!“

    Bild: punktmirjam - Mirjam Klein

    Bild: punktmirjam - Mirjam Klein

    Unterstützt wurde Chantal in den letzten Monaten im Programm Sozial & Gründer. „Das Stipendium war eine große Hilfe. Es ist gut möglich, dass es ohne das letzte dreiviertel Jahr im Social Impact Lab nicht funktioniert hätte“. Aufmerksam geworden ist Sie auf das Lab und das Förderungsprogramm über den Leipziger Unternehmerstammtisch und Social Media. „Ich schätze mich sehr glücklich, dass es alles so gut funktioniert hat. Die Workshops, die Beratungsgespräche und die Gemeinschaft helfen in schlechten Zeiten den Kopf wieder hoch zu bekommen und die guten zu feiern“. Die vermutlich engste Begleiterin war und ist aber ihre sechsjährige Labrador-Mix Hündin Erna. Sie ist nicht nur im Social Impact Lab ein immer gern gesehener Gast, sondern auch die Namensgeberin und das Maskottchen von Erna Primula.

    Bild: fotostoff - Grit Hartung

    Bild: fotostoff - Grit Hartung

    Neben dem Anbau und Verkauf der nachhaltigen Blumen bietet Chantal mit Erna Primula noch eine Reihe unterschiedlicher Workshops für private Gärtner*innen an, welche die Kunst des Blumenarrangierens vermitteln sollen. „Es geht nicht darum, dass alle den exakt gleichen Strauß am Ende der Veranstaltung gebunden haben. Es geht vielmehr darum, die Individualität jeder Blume zu sehen, zu spüren und zu riechen, so dass sie bereits die Inspirationsquelle für das Arrangement ist“.

    Für alle Interessierten gibt es am 22. März die nächste Möglichkeit an einem Workshop teilzunehmen, der sich um das Binden von üppigen Frühlingssträußen drehen wird. Neben den festen Terminen kann man Erna Primula auch zur privaten 1:1 Betreuung oder Gruppenworkshops zum Wunschthema buchen. Anmeldungen und Anfragen an erna.primula(at)gmx.de. Mehr zu Erna Primula findet ihr hier

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  • Das Social Impact Lab Leipzig ist ein Projekt der Social Impact gGmbH,
    ermöglicht durch die Drosos Stiftung.