Logo

Alltag im Social Impact Lab - Selbst & Ständig Berater Frank Lemloh im Interview

Montag, 28. Mai 2018

Für alle, die schon immer wissen wollten, was eigentlich im Programm Selbst & Ständig passiert, steht Frank in diesem Interview Rede und Antwort. Er berichtet was er an seiner Arbeit so mag, für wen sich das Programm eignet und wen er gerade beim Gründen unterstützt.

Wie bist du zum Social Impact Lab Leipzig gekommen?

Nach dem ich aus Basel nach Leipzig gezogen bin, wurde ich von einem Programmteilnehmer von Sozial & Gründer ins Lab auf einen Kaffee eingeladen. Da ich in der neuen Stadt auf Jobsuche war und ich mich für Sozialunternehmertum interessierte, habe ich mich als Gründungsberater und Coach direkt beworben und übernahm die Projektleitung für das Programm Selbst & Ständig.

Was genau sind deine Aufgaben als Berater bei Selbst & Ständig?

Anfangs stand die Bewerbung des Programms im Vordergrund. Darüber hinaus haben wir mit Netzwerkpartnern darüber gesprochen, wie sie uns unterstützen können. Als die ersten Interessenten sich mit Ihrer Geschäftsidee vorgestellt haben, musste ich darüber entscheiden, ob die Geschäftsidee und die Unternehmerpersönlichkeit passt und eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Die Hauptaufgabe ist aber die Prozessbegleitung, also die gemeinsame Entwicklung des Geschäftsmodells zusammen mit dem Klienten. Ich helfe aber auch sehr viel im Bereich Netzwerkarbeit und gebe Tipps, wie man seine Kunden gut erreicht. Klemmt es bei den Teilnehmern mal im Gründungsprozess, egal in welchem Kontext, wende ich auch gerne meine Methoden als „Systemischer Berater“ an.

Was ist für dich das Besondere an dem Programm?

Das Besondere an dem Programm ist, dass es eine sehr individuelle und zugeschnittene Gründungsbegleitung bietet, die nicht nur kostenfrei ist, sondern vor allem auch den Teilnehmern die Möglichkeit gibt andere Gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit kennenzulernen und gegenseitig voneinander zu lernen. Auch nach der Gründung stehen wir als Ansprechpartner noch für Fragen zur Verfügung. Dieses Programm ist daher für mich fast einmalig in Deutschland.

Wer kommt so zu dir und für wen eignet sich das Programm? 

Zu mir kommen oft Soloselbstständige, aber auch kleine Teams. Von der Eröffnung eines Cafés über Design und Multimedia-Firmen bis hin zu Weiterbildungsangeboten gibt es ein breites Spektrum an Geschäftsideen. Ob alle Ideengeber für die Selbstständigkeit geeignet sind, steht oft vorher nicht wirklich fest. Nur der Wille allein, sich selbstständig zu machen, reicht oft nicht. Für fehlende unternehmerische Qualifizierungen bieten wir über die Gruppencoachings „Nachhilfe“ in Bereichen wie Akquise und Marketing oder beispielsweise Buchhaltung.

Wie können sich Interessierte für Selbst & Ständig anmelden?

Interessierte melden sich entweder telefonisch oder per E-Mail bei uns. Wir vereinbaren dann einen Termin zu einem Infogespräch. Hier bekommen beide Seite einen ersten Eindruck, ob das Programm für den Klienten Sinn macht. Nachdem wir dann ein kleines Profiling machen, entscheiden wir, ob die Person bei uns im Lab startet.

Was für Gründer*innen betreust du gerade so und was sind deren größte Herausforderungen?

Aktuell betreue ich Fotografen, ein Angebot für Weiterbildung und zwei IT-Ideen. Die Herausforderung sind oft ähnlich: Selbstorganisation, fehlendes Know-how in betriebswirtschaftlichen Fragen, Akquise-Kompetenzen. Manchmal ist aber auch der Druck vom Arbeitsamt sehr hoch, was die Einhaltungen von Fristen und Vereinbarungen angeht.

Was sind, deiner Meinung nach, die drei wichtigsten Dinge, die angehende Gründer*innen auf dem Weg in die Selbstständigkeit bedenken müssen?

Natürlich sollte die Geschäftsidee Sinn machen und nicht eine unrealistische Fantasie sein. Oft scheitern Geschäftsideen allein daran, dass der Markt viel zu klein ist oder die Konkurrenz bereits viel zu stark ist. Dann hängt sehr viel von der Unternehmer-Persönlichkeit ab. Alle sollten sich die Frage stellen: Wie viel Erfahrung und Qualifikationen bringe ich mit und wie viele Ressourcen habe ich?

Als dritten Punkt würde ich das Netzwerk nennen. Gründe deine Unternehmung mit Partnerschaften und Menschen, die dich unterstützen, dich inspirieren und im Ausnahmefall auch mal tragen. Das macht im Übrigen auch viel mehr Spaß. Achte immer auf dich! Was kannst du dir zumuten und was kannst du von dir und Anderen erwarten.

 

Newsletter

Trag Dich hier für regelmäßige Updates ein