ITN RegPol²

In Berlin-Kreuzberg: Das social impact lab für Sozialunternehmen

Socio-economic and Political Responses to Regional Polarisation in Central and Eastern Europe

RegPol² ist ein Forscher-Erstausbildungsnetz im Bereich Sozial- und Geisteswissenschaften. Im Rahmen der Marie-Curie-Maßnahmen „Initial Training Network“ wird RegPol² mit 3,2 Millionen Euro, für den Zeitraum von 4 Jahren, von der Europäischen Union gefördert. Das RegPol²-Netzwerk besteht aus acht europäischen Kooperationspartnern aus Estland, Ungarn, Deutschland, Rumänien sowie der Slowakischen und Tschechischen Republik. Das Leipziger Leibniz-Institut für Länderkunde übernimmt in Deutschland die operative Durchführung des Projekts.

Ausgangspunkt ist der Befund, dass die EU-Politik ungeachtet aller bisherigen Maßnahmen, die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede zwischen Europas Regionen bislang nicht verringern konnte. RegPol² – Socio-economic and Political Responses to Regional Polarisation in Central and Eastern Europe  - befasst sich mit eben jener wachsenden Kluft zwischen wirtschaftlich dynamischen Ballungszentren und stagnierenden Peripherieregionen in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Im Fokus der einzelnen Forschungsprojekte stehen Analysen und Bewertungen der aktuellen Entwicklungen. Für eine wirksamere Regionalentwicklungspolitik sollen die Ergebnisse Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Verwaltung zur Verfügung gestellt werden.

Insgesamt 16 Nachwuchswissenschaftler_innen erhalten innerhalb eines anspruchsvollen Forschungsvorhabens eine strukturierte Ausbildung. Während des Projekts sollen sie auf eine berufliche Laufbahn in den Bereichen Wissenschaft, Verwaltung, Nichtregierungsorganisationen und Privatsektor vorbereitet werden.

Die Social Impact gGmbH beteiligt sich als Host an RegPol². In der Projektlaufzeit werden fünf Forscher_innen für einen »short-term stay« (1-3 Monate) und ein »long term« (3 Jahre) beherbergt. Für das Langzeitstipendium konnte Melinda Mihály aus Ungarn gewonnen werden.

Als »Agentur für soziale Innovation« - die sozialen Unternehmen Unterstützung und Infrastruktur bereitstellt und diese somit an den Prozessen beteiligt, um Ungleichheiten in verschiedenen Regionen Europas  zu überwinden – spielt Social Impact eine wichtige Rolle in einem spezifischen Arbeitsbereich (Work Package 3 – Identifizierung von Maßnahmen und Strategien zur Überwindung von Ungleichheiten), denen sich die »Early Stage Researchers« widmen können.

Weitere Informationen

 


Melinda Mihály

Melinda Mihály schloss ihr Masterstudium „Regional and Environmental Economics“ (M.Sc.) an der Corvinus Universität Budapest im Jahr 2013  ab. Während des Studiums sammelte sie Erfahrungen in einem Forschungsprojekt über die ungarische Peripherieregion Szabolcs-Szatmár-Bereg (Nordostungarn). In einer qualitativen Untersuchung forschte sie zum Thema Innovations- und bottom-up-prozesse in ländlicher Raumentwicklung. 2012 nahm sie in den Niederlanden, Ungarn und Polen am „Climate-KIC Winter Journey“ teil. Hier lernte sie Grundlagen im Bereich business plan modelling, finance, marketing und pitching kennen. In ihrer Freizeit publiziert Melinda Artikel, in einem ungarischen Online-Magazin, zum Thema Transformation und Nachhaltige Entwicklung.  (http://recity.hu/).

Sie wurde als Nachwuchsforscherin in das RegPol²-Projekt aufgenommen und ist seit September 2014 bei der Social Impact gGmbH. Um sich einen Überlick über die organisatorischen Strukturen und ein generelles Verständnis des Sozialunternehmens zu verschaffen, hospitierte Melinda fünf Monate im Social Impact Lab Berlin bevor sie für ihre Promotionsarbeit nach Leipzig zog – um sich dort u.a. besser mit dem Leibniz-Institut für Länderkunde vernetzen zu können.


Promotionsvorhaben

The role of social entrepreneurship and social business in regional development

In ihrem Forschungsvorhaben konzentriert sich Melinda auf die Rolle von Sozialunternehmen und deren Potenziale für die Entwicklung ländlicher Räume. In einer vergleichenden Studie untersucht sie, was Sozialunternehmen in ländlichen Regionen Ungarns und Deutschlands unter ›Entwicklung‹ verstehen.

Vor diesem theoretischen Hintergrund interessieren sie die zwei folgenden Fragenstellungen:

  1. Wie definieren Sozialunternehmen ihre Herausforderungen in unterschiedlichen Phasen und auf unterschiedlichen Ebenen kommunaler Eingebundenheit?
  2. Welche spezifischen Strategien entwickeln Sozialunternehmen, um die jeweiligen Herausforderungen zu überwinden?


Mit Hilfe eines qualitativen Ansatzes möchte Melinda im Rahmen von Fallstudien ein tiefes Verständnis von ausgewählten Sozialunternehmen bekommen.

Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren möchten, können Sie sich ihren podcast anhören oder Melinda direkt unter der folgenden E-Mail Adresse erreichen: mihaly(at)socialimpact.eu

 

Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Projekts “Socio-economic and Political Responses to Regional Polarisation in Central and Eastern Europe” (RegPol²) durchgeführt und vom Leibniz Institute for Regional Geography, Leipzig koordiniert. Das Projekt bekommt eine Förderung vom The People Programme (Marie Curie Actions) zugehörig zum Europäischen Union Seventh Framework Programm FP7/2007-2013/ des REA Grant Agreement n° 607022.


  • Das Social Impact Lab Leipzig ist ein Projekt der Social Impact gGmbH,
    ermöglicht durch die Drosos Stiftung.