Frequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen

Wer steht hinter dem Social Impact Lab Leipzig?

Das Social Impact Lab Leipzig ist ein Projekt der in Potsdam ansässigen Social Impact gGmbH und wird durch die Drosos Stiftung gefördert. Social Impact entwickelt Produkte und Dienstleitungen, die zur Zukunftsfähigkeit und zum sozialen Ausgleich beitragen. Die gemeinnützige Social Impact GmbH wurde 1994 unter dem Namen iq consult gegründet. Seither war Social Impact maßgeblich beteiligt an der Konzeption und Umsetzung innovativer Qualifizierungen und Gründungsunterstützungen für sozial benachteiligte Personengruppen.

Die Drosos Stiftung ist eine Schweizer Stiftung, die sich dafür einsetzt, dass Menschen in schwierigen Situationen ein Leben in Würde führen können. Mit der Umsetzung der Projekte beauftragt die Stiftung dabei Partnerorganisationen, bei denen sie großen Wert auf sozial-unternehmerisches Denken und Handeln, auf Fairness und Transparenz legt.

Was sind die Bedingungen und Voraussetzungen des Stipendiums?

Zuerst müssen sich die Teams bzw. Projekte online bewerben. Die Bewerbung besteht aus zwei Teilen: einer Selbsteinschätzung zum Stand der Projektidee (und generellem Wissensstand des Bewerberteams) und einem Fragenkatalog zum Projekt. Der Katalog enthält Fragen zur Projektbeschreibung, zum Hintergrund des Projekts, sowie zu den Problemlösungsansätzen und Innovativen.

Passende Projekte werden nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens zu einem Präsentationsworkshop eingeladen, dem Pitch-Training. Die erfolgreichsten Teams werden hier wiederum zum Pitch zugelassen, bei dem sie ihre Projektidee vor einer Expertenjury und Publikum in fünf Minuten präsentieren. Nach dem Pitch wird dann entschieden, welche Projekte und Gründungsideen das Social Startup Stipendium erhalten. Die Entscheidung trifft die Jury bestehend aus dem Geschäftsführer der Social Impact gGmbH, dem Förderpartner und weiteren externen Experten.

Teil des Stipendiums ist es, eine gewisse Arbeitszeit im Co-Working-Space zu verbringen - möglichst 20 Stunden pro Woche. Es werden zudem gemeinsame Zielvereinbarungen getroffen.


Was beinhaltet das Stipendium; gibt es einen finanziellen Zuschuss?

Das Stipendium beginnt zunächst mit einer Auftaktveranstaltung, die in das Stipendienprogramm einführt. Dazu gehört ebenfalls ein zweitägiger Idea Reframing Workshop, in dem mit Design Thinking Methoden die Gründungsideen der Teams reflektiert, hinterfragt und bearbeitet werden. Im Rahmen des Stipendiums lernen die Projekte, die Kundenperspektive einzuschätzen, ihr Business Models zu entwickeln, Finanzpläne zu erstellen und so ein Verständnis für die wirtschaftlichen und sozialunternehmerischen Aspekte ihrer Gründung zu entwickeln. Durchgeführt werden die Veranstaltungen, Beratungen und Coachings von Social Impact Lab MitarbeiterInnen und externen ExpertInnen. Dies geschieht in den Räumen des Social Impact Labs Leipzig und dem Co-Working Space im Lab. Nach den ersten vier Monaten findet ein Midterm Review statt. Vor einer Jury werden die Fortschritte und gegenwärtige Situation der Projekte von den Teams vorgestellt. Danach werden die Ziele für die zweite Stipendienphase festgelegt.  

Das Ziel des Stipendiums und des Labs ist die Begleitung und Unterstützung der Startups von der Idee bis zur Gründung. Die Leistungen des Labs umfassen deshalb Coaching und Fachberatung für die Start- und Implementierungsphase, die Ansprache und das Matching potentieller Finanzierungspartner, fachliche Begleitung bei Stiftungs- und Fördermittelanträgen, sowie Netzwerkveranstaltungen.

Es gibt keinen direkten finanziellen Zuschuss. Ausgewählten Startups kann in der zweiten Phase (nach dem Midterm Review) jedoch ein Lebenshaltungszuschuss für die folgenden vier Monate gewährt werden.

Kann ich mich bewerben, wenn ich bereits gegründet habe?

Im Normalfall ist das nicht möglich. Das Stipendienprogramm ist darauf ausgerichtet, Unternehmen in der Gründungsphase zu unterstützen. Im Falle bereits gegründeter Unternehmen wird nach Einzelfall entschieden, v.a. bei gemeinnützigen Unternehmen. Wenn Sie bereits gegründet haben und sich für das Stipendium interessieren, bitten wir Sie, zu einem persönlichen Beratungsgespräch zu uns zu kommen, z.B. am monatlich stattfindenden Interessententag.

Kann ich mich bewerben, wenn ich nicht in Leipzig wohne?

Es ist möglich, sich von außerhalb Leipzigs zu bewerben. Wichtig ist jedoch, dass eine gewisse Arbeitszeit im Lab verbracht wird. Bisher werden Teams aus Halle, Chemnitz und Dresden, in das Stipendienprogramm aufgenommen.

Kann man sich auch als Einzelperson bewerben?

Ja, das Bewerben als Einzelperson ist möglich. Das Social Impact Lab empfiehlt jedoch, sich im Verlauf der Gründung PartnerInnen zu suchen. 

Muss sich die Idee konkret auf Deutschland beziehen?

Nein, die Gründungsidee kann auch einen internationalen Bezug haben.

Wie wird ein Sozialunternehmen definiert?

Ein Sozialunternehmen ist ein wirtschaftliches Unternehmen, dessen Ziele nicht die Gewinnmaximierung und der Profit per se sind, sondern die Lösung gesellschaftlicher, sozialer und/oder ökologischer Problemstellungen. Die langfristige Absicht eines Sozialunternehmens ist es, die Gesellschaft nachhaltig zu verändern. Wirkungs- und Themenbereiche können sein: Menschenrechte, Gleichstellung, Jugendarbeitslosigkeit, Umweltschutz, Armut, Hunger, Gesundheit, Regionalentwicklung, Integration, Flucht uvm.

Die Unternehmensidee sollte den Anspruch haben, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Es gibt dabei natürlich unterschiedliche Ansätze: Von der Internet-Plattform für Geflüchtete, um die gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern, bis zum nachhaltigen und kreativitätsfördernden Kinderspielzeug als Gegenentwurf zu umweltbelastendem, unoriginellem Kunststoffspielzeug. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt – außer, dass es nicht primär um die Gewinnmaximierung gehen soll, sondern um den sozialen und „problemlösenden“ Aspekt des Gründens.

Welche Themenbereiche werden im Stipendium abgedeckt?

Folgende Themen sind Teil des Beratungs- und Coachingangebots: Beratung zu Rechtsform, rechtlichen und steuerlichen Angelegenheiten von Gründung, Business Model, Finanzierung, Marketing, Team- und Öffentlichkeitsarbeit, Qualifizierung, Networking und auch individuell auf das Projekt abgestimmte Themenfelder. Verschiedene BeraterInnen, Coaches, Workshop- und SeminarleiterInnen arbeiten mit dem Social Impact Lab zusammen und ermöglichen so die professionelle Qualifizierung/Beratung der StipendiatInnen.

Was wird von den Startups erwartet?

Die Startups erhalten während des Stipendienzeitraums Beratung, Coaching und die fachliche Begleitung für ihre Gründung. Dafür wird von ihnen erwartet,

  • intensiv zu arbeiten
  • dass sie sich konkrete Ziele setzen und
  • sich auf den Beratungsprozess einlassen
  • regelmäßige Pflichttermine einhalten, sowie
  • dass sie sich als ein Teil der gesamten Social Impact Lab-Community verstehen.

Wird das Social Impact Lab durch das Stipendium zum Teilhaber meines/unseres Startups?

Nein. Das Social Impact Lab hat keinerlei materielle oder finanzielle Ansprüche an die geförderten Startups.

Was passiert, wenn das Start-Up nicht bis zum Ende der Stipendienlaufzeit gegründet werden konnte - müssen die Leistungen des Stipendiums ggf. zurückgezahlt werden?

Die Leistungen bzw. ihr Gegenwert müssen nicht zurückgezahlt werden.

Was für Startups sind bisher gefördert worden und wo stehen sie jetzt?

Hier finden sich alle bisher geförderten Startup-Teams aus Leipzig. Der Fortschritt und Status der Gründung am Ende des Stipendiums fällt dabei ganz unterschiedlich aus und ist auch von vielen weiteren Faktoren abhängig. Einige Teams befinden sich mitten in dem Alltagsgeschäft ihres Unternehmens, andere entwickeln ihre Idee noch einmal weiter und arbeiten über das Stipendium hinaus an ihrer Gründung.

Bei weiteren Fragen können Sie das Social Impact Lab Leipzig unter leipzig(at)socialimactlab.eu kontaktieren.

http://leipzig.socialimpactlab.eu/veranstaltungen



  • Das Social Impact Lab Leipzig ist ein Projekt der Social Impact gGmbH,
    ermöglicht durch die Drosos Stiftung.